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Termin 2 – Erlebnispädagogische Einheiten planen, leiten und reflektieren (IFEN) (Code : B2-f-32)

May 8 @ 9:00 am - 6:00 pm

Kontext / Contexte

Die Erlebnispädagogik erfreut sich in den letzten Jahrzehnten immer größerer Beliebtheit. Mit dem Wort „Erlebnispädagogik“ werden allerdings oft nur risikoreiche und actiongeladene Aktivitäten verbunden, welche im schulischen Kontext nicht oder nur bedingt nutzbar sind.

Aus diesem Grund steht im Rahmen dieser Weiterbildung, neben einer theoretischen Einführung in verschiedene Konzepte, Modelle und Herangehensweisen der Erlebnispädagogik, vor allem die praxisnahe Planung, Durchführung und Reflexion erlebnispädagogischer Einheiten im Zentrum. Als erlebnispädagogische Methode bieten sich im schulischen Kontext vor allem die sogenannten Kooperationsaufgaben bzw. Problemlöseaufgaben an. Ohne größeren Materialaufwand oder spezielle Kenntnisse innerhalb einer Natursportart können diese zur Förderung der Sozial- und Selbstkompetenz bei Schüler/-innen herangezogen werden.

Durch die Kombination von Spielen, Kooperationsaufgaben und Reflexionseinheiten lassen sich so erlebnisreiche Einheiten für Schüler*innen verschiedener Altersstufen entwickeln und nachhaltige Entwicklungsprozesse anstoßen.

Wissen
Die Teilnehmer/-innen kennen:
– Historische Hintergründe zu Entstehung der Erlebnispädagogik (Kurt Hahn, Rousseau)
– grundlegende (Wirkungs-)Modelle der Erlebnispädagogik (E-Kette, Teamphasen nach
Tuckmann, Lernzonenmodell nach Senninger) sowie verschiedene essentielle Modelle der Prozessbegleitung
– eine Vielzahl an Kooperationsaufgaben für die Anwendung in der eigenen Praxis
– die Bedeutung von Erfahrung, Erlebnis, Reflexion und Transfer in der Erlebnispädagogik.

Fähigkeiten
Die Teilnehmer/-innen sind in der Lage:

– Erlebnispädagogische Einheiten anhand von Kooperationsaufgaben für eine Gruppe von Schüler*innen zu planen,
durchzuführen und zu reflektieren
– die jeweiligen Kooperationsaufgaben auf Bedürfnisse und Besonderheiten der Schüler/-innen abzustimmen und mögliche
Einsatzbereiche zu differenzieren.
– ihr eigenes Verhalten innerhalb einer Gruppe und in der Anleiterrolle zu reflektieren
– Reflexionsprozesse seitens der Schüler*innen zu begleiten und unterstützen

Haltung
Die Teilnehmer/-innen:
– Reflektieren ihre eigene Rolle als Anleiter*in in einem erlebnispädagogischen Setting und verstehen sich als Prozessbegleiter
– erkennen die Wichtigkeit von Selbstreflexion
– sind sich der Bedeutung der gewählten Interventionen und des eigenen Einflusses auf die Prozessgestaltung bewusst
– geben den Schüler/-innen den nötigen Raum für ihre eigenen Interpretationen des Geschehenen (Selbsterfahrung) während des Lernprozesses.

Am ersten Tag der Weiterbildung steht nach einer theoretischen Einführung in grundlegende Modelle der Erlebnispädagogik vor allem das praktische Erleben im Vordergrund. Die Bedeutung dieser Modelle erfahren die Teilnehmer*innen anschließend anhand einer beispielhaften erlebnispädagogischen Einheit mit dem Fokus auf Kooperationsaufgaben. Dabei wird das eigene Verhalten innerhalb der Gruppe durch Feedback aktiv reflektiert, um die potentiellen Wirkungsweise der einzelnen Kooperationsaufgaben zu verdeutlichen und möglichst praxisnahe Erfahrungen zu generieren. Anschließend an die Praxiseinheit werden die ausgewählten Kooperationsaufgaben auf der Metaebene weiter analysiert und diskutiert. Abschließend erhalten die Teilnehmer*innen den Raum, um sich in Zweierteams auf den nächsten Weiterbildungstag vorzubereiten und ihre eigene erlebnispädagische Einheit zu planen, welche mit dem Rest der Gruppe am zweiten Weiterbildungstag durchgeführt werden soll. Es ist möglich, dass diese Planung auch noch in Eigenarbeit in der Woche zwischen den zwei ersten Weiterbildungstagen fortgesetzt werden muss.

Am zweiten Weiterbildungstag schlüpfen die Teilnehmer*innen in die Anleiter*innen Rolle und haben die Möglichkeit, ihre geplante erlebispädagogische Einheit mit ausgewählten Kooperationsaufgaben anzuleiten. Durch Feedback der Gruppe und des Referenten können im Anschluss an die jeweilige Einheit positive Lernerfahrungen für die eigene Praxis gewonnen werden.

Nach einer Umsetzungsphase von min. 4 Wochen, in der die Teilnehmer*innen ihr eigenes kleines Projekt mit Schüler*innen umsetzen sollen, findet eine gemeinsame Abschlussveranstaltung statt. Im Rahmen dieser Einheit, soll den nötigen Raum geboten werden, um die eigenen Erfahrungen aus der Praxis miteinander zu teilen und mögliche Schwierigkeiten bei der Umsetzung zu besprechen.

– Erleben und Ausprobieren in Groß- und Kleingruppen.
– Gegenseitiger Austausch durch Feedback und Reflexion in der Gruppe.
– Planung, Leitung und Reflexion einer einstündigen erlebnispädagogischen Einheit im Zweier- respektiv Dreierteam.

Details

Date:
May 8
Time:
9:00 am - 6:00 pm
Event Category:
Website:
https://ssl.education.lu/ifen/descriptionformation?idFormation=268275